Manchmal ist nicht die Fahrt das Problem, sondern der Weg vom Auto bis ins Sprechzimmer: die Treppe zur Praxis, der Anmeldetresen, das Warten, die Fragen der Ärztin. Bei der Hausarztbegleitung bleiben wir an Ihrer Seite, vom Abholen zu Hause bis zum Abschied an der Haustür.
Die Leistung ist aus unserer Erfahrung in der Alltagsunterstützung entstanden: Viele Menschen brauchen keine Pflege, aber jemanden, der mitkommt, zuhört und den Weg kennt.
Für wen Hausarztbegleitung gedacht ist
- Ältere Menschen, die sich allein in der Praxis unsicher fühlen
- Menschen mit Gedächtnisproblemen, die beim Termin eine zweite Person an ihrer Seite brauchen
- Patientinnen und Patienten mit Geh- oder Sehbehinderung
- Angehörige, die berufstätig sind und nicht jeden Termin begleiten können
So läuft die Begleitung
Sie nennen uns den Termin und die Praxis. Wir planen die Zeit großzügig, damit nichts hetzt.
Wir holen Sie zu Hause ab und helfen beim Einsteigen, auch mit Rollator oder Rollstuhl.
In der Praxis melden wir Sie an, warten mit Ihnen und begleiten Sie auf Wunsch bis ins Sprechzimmer.
Nach dem Termin bringen wir Sie zurück, auf dem Rückweg gern mit einem Halt an der Apotheke.
Was die Krankenkasse übernimmt
Die Fahrt selbst übernimmt die Krankenkasse, wenn ein Transportschein vorliegt und die Fahrt genehmigt ist oder als genehmigt gilt, zum Beispiel ab Pflegegrad 3 mit dauerhafter Mobilitätseinschränkung oder mit dem Merkzeichen aG, Bl oder H im Schwerbehindertenausweis.
Die Begleitung in der Praxis ist keine Kassenleistung. Wir nennen Ihnen dafür vorab einen festen Preis, damit es keine Überraschung gibt. Fragen Sie auch bei Ihrer Pflegekasse nach: Mit einem Pflegegrad lässt sich die Begleitung oft über den Entlastungsbetrag abrechnen.
Gut zu wissen
- Sagen Sie uns, was in der Praxis besprochen werden soll. Wir nehmen die Antworten für Sie mit, wenn Sie das wünschen.
- Medikamentenpläne, Versichertenkarte und Überweisungen legen wir gemeinsam vorher bereit.
- Für Menschen mit Demenz bleiben wir ruhig und bei dem, was vertraut ist. Angehörige dürfen uns vorher alles sagen, was hilft.
Kein Rettungsdienst, kein Taxi. Wir fahren geplante Krankenfahrten mit Transportschein. Im Notfall wählen Sie bitte die 112.